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Schwierig hier ...

Hatte meine Freundin doch recht? Halte ich es nicht durch ...? Doch! In Kürze folgen weitere Erlebnisse mit M. und Kommentare zu den bekannten Themen.
24.8.12 16:55


Das Geheimnis wird gelüftet

Also schön. Ich lüfte das Geheimnis ...

Der in diesem Blog beschriebene Detektiv hat hier seine Homepage.

13.8.12 11:26


Kleine Baumkunde

Einen Schatz zu vergraben, ist eine gute Idee. Nur der Vergrabende weiß, wo er zu finden ist. Dieser Grundsatz gilt auch für wichtige Dokumente und Schmuck. Beabsichtigt man, seinen Erben mitzuteilen, wo diese Dinge vergraben sind, fertigt man eine genaue Beschreibung an und übergibt diese in einem versiegelten Umschlag seinem Anwalt. So weit, so gut.

Aber: Was tun die armen Anverwandten, wenn sie die Kassette mit dem wertvollen Inhalt trotz der detaillierten Instruktion nicht finden? Sie wenden sich an einen Privatdetektiv. Im beschriebenen Fall an Michael. (Ich werde das Geheimnis seiner Identität bald lüften.) Nachdem die Erben ihm also ihr Leid geklagt hatten, nahm er den Auftrag an und sich selbst die schriftlichen Instruktionen vor. Nachdem er das getan hatte, begab er sich an den Ort, an dem sich das Versteck befinden sollte; einen mecklenburgischen Bauernhof.

Der Schatten einer Baumspitze sollte zu einer bestimmten Zeit (das exakte Datum war angegeben) auf den Punkt fallen, in dessen Nähe  die Kassette vergraben worden sein sollte. Der Zeitpunkt war bereits vorüber, was aber unerheblich war: Das große Loch im Boden zeigte deutlich die Stelle, an der der Schatten des Baumes endete. Es handelte sich um ein sehr tiefes Loch mit einem großen Durchmesser. Die Erben hatten ganze Arbeit geleistet. ("Grabt nur, grabt …" – Die literaturbegeisterten Blogleser werden die Anspielung verstehen.) Michael sah sich das Loch an. Dann drehte er sich um und betrachtete den Baum, dessen Schattenspitze den entscheidenden Hinweis hätte liefern sollen. Als typisches Stadtkind fragte er einen der Anwesenden, um was für einen Baum es sich handeln würde. Dann griff er zu seinem Handy und rief jemanden an. Einen Absolventen der Forstakademie Eberswalde, wie er mir später erzählte. Von den anwesenden Erben lieh er sich ein Maßband, befestigte es am Baumstamm und rollte es aus, wobei er am Loch vorüberging und dann das Maßband über das Loch haltend weiter ausrollte. Dann legte er einen Stein auf den Boden und forderte die Leute auf, dort zu graben. Als er ihre zweifelnden Blicke sah, grinste er nur. Sie gruben also und stießen schließlich auf das Objekt ihrer Begierde. Große Freude allerseits.

Was war nun das Geheimnis? Der von Michael angerufene Forstmensch hatte interessante Dinge über das Wachstum von Bäumen erzählt, unter anderem über die Wachstumsgeschwindigkeit der Schwarzpappel. Der Rest war simpel. Anhand des Datums der Anleitung konnte er herausfinden, wie lange der Baum noch weitergewachsen war. Da er nach dem Anruf wusste, wie schnell eine Schwarzpappel wächst, war nur noch eine einfache Rechenaufgabe zu lösen. Man kann sich fragen, warum die Erben, die den Hof ja kannten, nicht von selbst auf die Idee gekommen waren. Manchmal sieht man eben den Wald vor lauter Bäumen nicht. Hinzu wird eine gewisse Aufregung gekommen sein. Die Dokumente waren offenbar wichtig und der Schmuck nicht gerade billig …

Als Michael mir von dem Ereignis berichtete, machte er deutlich, dass sich die intellektuellen Herausforderungen eines Detektivs häufig auf diesem Niveau befinden würden. Es gebe aber Ausnahmen, für die es sich lohne, diesen Beruf zu ergreifen.

 

6.8.12 11:18


Wie alles begann

Natürlich wollt Ihr jetzt wissen, wie ich Michael (also den Detektiv) kennengelernt habe. Das Ganze begann 2006. Ich lebte damals in einer Studenten-WG in Friedrichshain in einem etwas räudigen Haus. Andeutungsweise sanierter Altneubau. Was ein "Altneubau" ist? So bezeichnet man die Neubauten, die in den 1950er Jahren entstanden sind. Schnell, billig, primitiv. Aber sie strahlen eine Art Charme aus. Michael hatte damals ein Zimmer dort. Nicht dass er da wirklich gewohnt hätte. Aber er benutzte es als Notquartier und Möglichkeit, seine Sachen zu wechseln; hauptsächlich aber für eine Identität als Student. Seine Einrichtung war grandios: Eine Matratze, ein winziger Schreibtisch, ein aus DDR-Produktion stammender Schrank aus Spanplatten und ein Regal, nämlich der Klassiker aus Brettern und Ziegelsteinen. An den Wänden hingen Poster und Theaterplakate. In einer Ecke lehnte eine Gitarre, die aber nur Dekoration war, da er nicht darauf spielen konnte. (Er kann es heute noch nicht.) Michael hatte uns über seinen Beruf aufgeklärt, weil er wusste, dass er vor uns die Story, er wäre ein Student und würde ständig bei uns wohnen, nicht durchhalten könnte. Wir hatten nichts dagegen. Im Gegenteil, wir dachten, dass das aufregend wäre. War es aber nicht. Eher langweilig. Zunächst. Aber genug für heute. In den nächsten Tagen folgt einiges mehr. Versprochen.

28.7.12 10:42


Aus der Berliner Kriminalstatistik 2011

Gute Zeiten für Detektive. Es gibt mehr Diebstähle: "Anstieg der Gesamtfallzahl auf 494.385 Fälle (+19.346 Fälle, +4,1%). Die Entwicklung der Straftaten insgesamt wird vor allem durch den starken Anstieg der Diebstahlsdelikte geprägt. Hierzu wurden mit 213.008 Fällen 22.571 mehr als im Vorjahr registriert. Das bedeutet eine Zunahme von 11,9%." (Der Polizeipräsident in Berlin (Hg.): Polizeiliche Kriminalstatistik Berlin 2011, S. 12 pdf)

Gemeinsam mit den Fälschungs- und sonstigen Vermögensdelikten erreichen die Diebstähle einen Anteil von 62,9 % an allen Straftaten. (PKS 2011, S. 21)

Besonders traurig und empörend ist die Tatsache, dass die Zahl sexueller Missbräuche von Kindern wieder zugenommen hat. Von 2002 (1041 Fälle) bis 2010 (698 Fälle) ist sie stetig gesunken, um im Jahr 2011 wieder auf 732 Fälle zu steigen. Das heißt also, dass jeden Tag 2 Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern vorgekommen sind! Offensichtlich fehlt es noch immer an wirksamer Abschreckung. Im Übrigen wurden von den 732 Fällen nur 524 aufgeklärt. (PKS 2011, S. 30) 
 

27.7.12 09:57


Begrüßung

Hallo und willkommen. Mein Name ist Christoph. In meinem Blog soll es um Kriminalität gehen, um den alltäglichen Wahnsinn, um Entwicklungen, um Berlin und vor allem um einen Freund von mir, der als Detektiv mit all dem zu tun hat. Zugegeben, die Idee habe ich aus einer Fernsehserie. Aber das ist ja kein Grund, nicht zu bloggen. Schließlich verstößt es nicht gegen irgendein Copyright, im Internet über einen Freund zu schreiben, der Detektiv ist.

Ein Weblog zu haben neu für mich. Mal sehen, was dabei herauskommt. Es ist genug passiert, worüber ich schreiben kann. Ich betrachte mich aber nicht als eine Art John Watson oder so. Leider kommt es selten vor, dass ich einen Fall meines Freundes von Anfang bis Ende miterlebe. Das passiert nur, wenn ich als freier Mitarbeiter angeheuert werde. Sonst erfahre ich kaum etwas. Außerdem muss ich aufpassen, was ich hier schreibe, wegen des Datenschutzes und vertraglicher Geheimhaltungsklauseln.

Als ich mit meiner Freundin über mein Vorhaben (dieses Weblog) gesprochen habe, hat sie bezweifelt, ob ich das durchhalten werde. Aber ich werde über Themen schreiben, die mich interessieren, also sehe ich da kein Problem. So. Das war es erst mal. Bis bald.

PS. "Discoperio" (lat.) bedeutet „Ich decke auf." Etwas Besseres ist mir nicht eingefallen.

25.7.12 10:04





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